Skip to content
Mrz 30 09

Ahnenforschungsforen

by Jakob

Ohne Forschungskontakte geht in der unübersichtlichen Welt der Familienforschung gar nichts mehr. Wer nicht ewig vergeblich suchen möchte und Neuerungen kennenlernen will, muss regelmäßig in Internetforen mitlesen.

Im deutschsprachigen Gebiet gibt es aktuell zwei Foren von wirklicher Relevanz:

forum.ahnenforschung.net
www.ahnenforschung.org

Beide Seite werden von sehr engagierten Moderatoren gewartet, die auch selbst fleissig mitposten. Natürlich leben solche Foren immer von Gegenseitigkeit. Mal versucht man selbst jemanden zu helfen, mal wird einem geholfen.
Besonders zu empfehlen sind diese Seite aber auch Einsteigern, die noch nicht so recht wissen, wie und wo man mit der Suche anfangen soll. Gut geschriebene Einführungstexte helfen da über die ersten Hürden hinweg.
Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass die Forschungsgebiete Deutschland, Sudetenland, Pommern und Schlesien sehr gut dokumentiert sind und man auf Fragen auch meistens Antworten erhält. Bei Österreich nimmt das schon ein wenig ab, bei Südtirol und den ehemaligen südöstlichen Kronländern der österreichischen Monarchie sieht das ganze schon viel schwieriger aus.
Trotzdem habe ich zum Beispiel über diese Foren einen Kontakt zu einem Ahnenforscher aus Bozen knüpfen kennen, der sich auch mit dem Antholzer Tal beschäftigt und mir gleich ein paar sehr wertvolle Tipps geben konnte. Es lohnt sich also regelmäßig mitzulesen!

Mrz 29 09

kurzer Zwischenbericht von den Mormonen

by Jakob

Meine Suche in den Antholzer Kirchenbüchern läuft weiter sehr erfolgreich. Im Moment konzentriere ich mich auf die Familien zwischen 1810 und 1850 und finde bei jedem Archivbesuch unzählige Kinder meiner Ahnen.
Es gibt aber einige Grundkonstanten, die man bei der Suche in dieser Region beachten muss:

  • Kinder werden mangels Verhütung ungefähr alle 15 Monate geboren. Deshalb muss man auch ständig die Augen offen halten, damit man keines übersieht.
  • Gleichzeitig war die Kindersterblichkeit früher wirklich sehr hoch. Gut 1/3 bis 1/2 aller Kinder haben kein hohes Alter erreicht. Vor allem heute harmlos klingende Kinderkrankheiten waren damals oft ein Todesurteil.
  • Wenn ein Kind stirbt, wird das nachfolgende meist genauso benannt. So können in einer Generation durchaus drei Marias vorhanden sein und man muss höllisch aufpassen, dass man sie nicht verwechselt.
  • Wenn ein Elternteil frühzeitig stirbt, wird meist innerhalb eines Jahres wieder geheiratet. Die Versorgung der Familie musste schließlich sichergestellt werden. Aus diesen Ehen stammen dann meist auch noch einige Kinder, die erst richtig zugeordnet werden müssen.

Wer an aktuellen Ergebnissen interessiert ist, dem empfehle ich sich folgende Familien näher anzusehen.
Familie Peter Hellweger und Maria Meßnerin (beim Klicken auf die jeweilige Person erfährt man mehr)
Familie Peter Beykircher und Elisabeth Obereggerin

Mrz 28 09

Heikes Großvater gefunden

by Jakob

Mein Ahnenforschungsprojekt erstreckt sich nicht nur ausschließlich über meine eigenen Vorfahren, sondern auch Heikes Familie birgt viele kleine Geheimnisse, die ich gemeinsam mit Heike und ihrer Tante Eva zu lösen versuche. Das wichtigste war das unklare Schicksal von Heikes Großvater mütterlicherseits (Walter Johne), der in der 1950er Jahren von Westdeutschland in die DDR zog.
Mittlerweile gibt es diesbezüglich einige Neuigkeiten. Eva hat in Unterlagen ihrer Mutter eine Sterbeurkunde von ihrem Vater gefunden, der 1980 in Halle/Saale in der Nähe von Leipzig verstorben war. Daraufhin haben wir alle Friedhöfe in Halle angeschrieben und siehe da, er ist auf dem Gertraudenfriedhof auf einer Urnenwiese (Gruppe 15a) begraben (siehe Pfeil).
Das ruft natürlich nach einem Besuch von Halle. Schließlich könnte man im Stadtarchiv vor Ort auch die Meldedaten erfahren und vielleicht wissen wir so einmal, was ihn genau nach Halle gezogen hat – schließlich liegt seine Heimatgemeinde in der Nähe von Zittau doch 250km entfernt.

gertraudenfriedhof_vogel

Nov 27 08

Fernsehtipp: ARTE "Die Spurensucher"

by Jakob

ARTE zeigt, wie ich heute zufällig bemerkt habe, eine überaus spannende Serie über Familienforschung. In jeder Folge wird ein deutscher und ein französischer “Fall” näher beleuchtet. Es wird dabei versucht, sehr unterschiedliche Familiensituationen und somit Herangehensweisen aufzuzeigen.
Gerade der regelmäßige Wechsel zwischen Deutschland und Frankreich hat mir besonders gut gefallen. Man solidarisiert sich gleich mit dem französischen Forscher, wenn er Probleme mit der Pariser Bürokratie hat. Ahnenforscher haben sichtlich in allen Ländern ähnliche Probleme!

Noch anstehende Sendungen:
27.12. um 20.15 Uhr auf ARTE
28.12. um 20.15 Uhr auf ARTE
01.12. um 20.15 Uhr auf ARTE
02.12. um 20.15 Uhr auf ARTE
03.12. um 20.15 Uhr auf ARTE

Link zur Sendung:
http://www.arte.tv/de/Willkommen/1605000.html

Nov 9 08

aktueller Stand und verborgene Schätze

by Jakob

Eigentlich könnte ich an dieser Stelle wieder einige interessante Dinge über meine Ahnenforschung erzählen, doch im Moment fehlt wir aufgrund meines nahenden Umzugs einfach die Zeit dazu. Ich hoffe aber, in den nächsten Tagen wieder einmal ausführlicher berichten zu können – etwa von meinem Lokalaugenschein im niederösterreichischen Berndorf oder meinen kleinen Entdeckungen in der Familie Kovacsevich.

Wichtiger, als alles anderes, ist für mich aber derzeit sowieso das Sammeln von Unterlagen. Langsam hat sich in meiner Familie herumgesprochen, dass ich Interesse an alten Dokumenten, Fotos und Erzählungen habe.
So manch ein Schatz ist mir nun in die Hände gefallen. Zum Beispiel dieses seltene Kindheitsbild meines Großvaters mütterlicherseits, Rudolf Kovacsevich, aus dem Jahr 1926. Er war zu dem Zeitpunkt 5 Jahre alt. Vielen Dank an Christine für das Foto!

Rudolf Kovacsevich mit 5 Jahren (1926)

Rudolf Kovacsevich mit 5 Jahren (1926)

Okt 7 08

Besuch am Altmannsdorfer Friedhof in Wien

by Jakob

“Wie ein Schrebergarten ist der Friedhof”, erzählte mir meine Mutter am Telefon, als ich sie nach der ungefähren Lage der Familiengräber am Wiener Altmannsdorfer Friedhof fragte. Ein Blick in den Stadtplan verriet, dass die Fläche tatsächlich nicht sehr groß sein kann. Erinnerungen an den Friedhof, der letzte Ruhestätte für viele Mitglieder der Familie Kovacsevich (Mädchenname meiner Mutter) ist, hatte ich bis heute praktisch keine mehr. Mein letzter (wahrscheinlich einziger) Besuch war im Jahr 1990 das Begräbnis des Onkels meiner Mutter: Walter Kovacsevich.
Ich fuhr also los und erreichte nach einigen Zwischenstopps mit Blicken in den Stadtplan am Beifahrersitz den Friedhof. Umliegend wird gerade kräftig an Wohnhäusern gebaut, eine neuere U-Bahn-Station bringt sichtlich das Leben in den Süden von Wien.
Die Worte meiner Mutter waren tatsächlich nicht übertrieben, der Friedhof ist winzig. So fand ich die drei Familiengräber umgehend und konnte mir auch sonst ein ganz gutes Bild von den Gegebenheiten machen.

Wer liegt hier überhaupt?
Die für mich wohl wichtigsten sind meine Urgroßeltern (Auguste und Rudolf Kovacsevich), meine Ururgroßeltern (Barbara und Josef Kovacevic), sowie der Onkel meiner Mutter (Walter Kovacsevich) mit seiner Frau Olga.
Darüber hinaus liegen hier noch zahlreiche Tanten und Onkel meines Großvaters sowie deren Nachkommen. Ganz habe ich diesen Teil noch nicht aufgearbeitet und muss mich also auf Andeutungen beschränken.

Mein Besuch war über die persönlichen Erkenntnisse hinaus sicherlich sehr nützlich, denn das Grab meiner Ururgroßeltern ist völlig mit Efeu zugewachsen und bedarf einer dringenden Pflege. Denn jetzt ist die Gefahr groß, dass der Stein richtiggehend vom Efeu gesprengt wird. Meine Mutter wird sich noch diesen Herbst darum kümmern – Danke!

Grab von Barbara und Josef Kovacevic

Grab von Barbara und Josef Kovacevic

Grabinschrift

Grabinschrift

Rose auf dem Grab von Barbara und Josef Kovacevic

Rose auf dem Grab von Barbara und Josef Kovacevic

Grab von Rudolf, Auguste, Olga und Walter Kovacsevich

Grab von Rudolf, Auguste, Olga und Walter Kovacsevich

weiteres Kovacsevich-Familiengrab

weiteres Kovacsevich-Familiengrab

Sep 17 08

Sammeln, Speichern, Ordnen, Löschen und was ist säurefreies Papier

by Jakob

Alle Familienforscher haben eine Eigenschaft gemein: Sie haben eine Datensammlungswut. Man weiß ja nicht, wofür man den Zeitungsartikel hier, den Homepageausdruck dort noch brauchen könnte. Ich kenne Ahnenforscher, die füllen spielend 4-5 große Ordner in einem Jahr – da kann schon einiges zusammenkommen, wenn man das Hobby über 10 Jahre oder mehr betreibt…

Aber im Ernst, eine nicht unerhebliche Zeit meiner Familienforschungstätigkeit verwende ich gerade, um die ideale Aufbewahrungsform für die Fotos, Dokumente, Zeitungsartikel und dergleichen zu finden. Soll man alles digitalisieren? Soll man alles ausdrucken? Wie lagert man richtig? Sind digitale Aufnahmen nicht sehr kurzlebig? Was tun, wenns brennt? Wer soll Dokumente bekommen – oft haben ja mehrere Menschen einer Generation Interesse an Erinnerungsstücke Ihrer Verwandten.

Wie immer muss in solchen Fällen Google helfen. Schnell merkt man, dass man mit dieser entscheidenden Frage nicht alleine in der weiten, weiten Welt dasteht. Tausende Ahnenforscher plagt das gleiche Problem. Die Fangemeinde teilt sich in zwei Hälften: Den einen ist alles egal sie kleben ein, sie stecken Papier in Plastikhüllen und machen defacto keine Sicherungskopien. Okay, das war mir schnell klar: Zu dieser Gruppe will ich nicht gehören.

Also, muss das ganze von Anfang an gelernt werden. Mit einer lieben Freundin, die Bibliothekswissenschaft studiert, habe ich mich stundenlang über die Vorzüge von säurefreiem Papier, speziellen säurefreien Fotohüllen und der entscheiden Frage, ob Briefe aus dem Umschlag ausgebreitet zu lagern sind, unterhalten. Klingt langweilig? Ist es aber gar nicht. Man muss bei der Konservierung immer bedenken, dass man nur beschränkte Mittel zur Verfügung hat. Am besten wäre alles auf Mikrofilm zu speichern und alles in einem Atombunker zu lagern – das hält mindestens mal 500 Jahre (angeblich). Wie soll ich sagen… nicht ganz meine Kragenweite.

Mein Kompromiss: Ich scanne grundsätzlich alle Dokumente ein (Auflösung 400dpi im Format tif) und speichere sie auf zwei externen Festplatten (private Bilder sogar noch auf einer dritten) ab. Das hat zwei Vorteile: Erstens habe ich immer und überall Zugriff auf mein Material (z.B. im Archiv) und zweitens kann ich so jedem Verwandten rasch eine Kopie zukommen lassen. Die Originaldokumente werde ich nach dem Ordnen in säurefreie Mappen legen und in ebenso säurefreie Kisten und die ganz normal bei Zimmertemperatur lagern. Säurefreies Papier greift, anders als unser normales Papier, die Dokumente mittelfristig nicht an und deren Überlebenszeit steigt somit deutlich an. Der finanzielle Aufwand liegt ungefähr bei geschätzten 400 EUR für die Erstausstattung – das geht.

Sep 13 08

Buchkritik: Manuel Andracks Familiensuche

by Jakob

Ihr kennt Manuel Andrack? Nein? Er ist der jahrelange Produktionsleiter der Harald Schmidt Show und war auch selbst vor der Kamera als Schmidts Sidekick – vor der grässlichen Zeit eines Oliver Pochers.

Manuel Andrack ist aber auch passionierter Ahnenforscher und beschreibt in einem beschwingt leserlichen Buch seine Suche nach den Ahnen. Von wem habe ich das bloß ist aber nicht nur Geschichte einer individuellen Familie, sondern Andrack versucht historische Bezüge herzustellen, allgemeine Tipps zu verfassen und auch ein wenig zu träumen. Teils völlig unwissenschaftlich – aber wunderschön – malt er sich die wildesten Geschichten rund um seine Ahnen aus. Er ein Nachfolger der Hugenotten, ein Sorbe, ein Franzose oder gar ein Holländer?

Wer Einsteigertipps für seine eigene Forschungen sucht, wird mit diesem Buch sicherlich nicht glücklich. Auch Profis werden sich vielleicht unterfordert fühlen, wenn sie sich neue Erkenntnisse für ihre Arbeit erhoffen. Aber Manuel Andrack hat dann doch einige kleine, aber entscheidende Tipps und Ideen, die sich oft erst zwischen den Zeilen erkennen lassen. Einfach mal alle Menschen mit dem gleichen Familiennamen anzuschreiben finde ich etwa eine gar nicht so schlechte Idee – vor allem, wenn man gar keine Anhaltspunkte für die eigene Herkunft hat.
Manuel Andrack macht mit “Von wem habe ich das bloß” aber vor allem Lust, seine eigene Familiengeschichte zu erforschen und vor allem nicht locker zu lassen. Durchhaltevermögen und der Blick auf scheinbar unwesentliche Dinge zahlt sich oftmals aus.

Deshalb gibt es dafür eine Spurensuche-Kaufempfehlung:

Von wem habe ich das bloß: Auf den Spuren der Ahnen. Eine Gebrauchsanweisung
Autor: Manuel Andrack
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Preis (05.10.2010): 8,95 EUR

BUCH JETZT BEI AMAZON KAUFEN

Sep 12 08

Unterlagen zum Pumberger-Zweig gefunden

by Jakob

Diese Neuigkeit ist so sensationell, dass ich sie nicht einfach im vorangegangen Artikel untergehen lassen wollte. Ich hab Anfang dieser Woche mir mal meine Erinnerungskisten vorgenommen. Zwei große und hohe Kisten waren bis oben hin voll mit Fotos, Briefen, Karten, Zeitungsartikeln und allerlei Krimskrams. Nun habe ich etwas gemacht, was so gar nicht zu einem Familienforscher passt – ich habe etwas weggeschmissen (und zwar richtig viel). Es ist einfach unglaublich, was für Schwachsinn man sich so in den Jahren aufhebt. 50 Prozent sind nun glücklich in der Mülltonne

Unter den anderen 50 Prozent habe ich aber einige tolle Entdeckungen gemacht. Die wichtigste: Vor einigen Jahren habe ich mal beim Cousin meines Großvaters einige Dinge eingescannt (Fotos, Dokumente,..) Leider sind einige verloren gegangen, da sich eine CD-Rom nicht mehr öffnen lässt – einmal ist meine Speicherwut gescheitert. Ich hatte aber sichtlich irgendwann einige der wichtigsten Unterlagen ausgedruckt, in eine Hülle gesteckt und in eben eine dieser Kisten gepackt, denn siehe da: Ich habe 30 Tauf-, Todes- und Heiratsabschriften gefunden.
Experten unter den Lesern werden sich jetzt vielleicht enttäuscht zurücklehnen und denken: Was nur Abschriften? Tatsächlich sollte man in der Familienforschung immer nur Originale für seine Arbeit heranziehen. Leider arbeiten nur sehr wenige Pfarrämter und Standesämter immer ganz genau und so läuft man Gefahr einen richtigen kapitalen Fehler in seine Ahnenforschungsunterlagen (tolles Wort) einzubauen. Aber fürs Erste ist das schon mal bestens geeignet, denn so habe ich wieder 30 neue Ansatzpunkte.

Bisher hatte ich praktisch keine Unterlagen über meine Familie väterlicherseits. Ich wusste zwar ziemlich genau, wo die Pumberger herkommen, dass es noch Verwandte dort gibt, aber konkreten Daten waren nicht vorhanden. Das hat sich seit meinem Ausmisten grundlegend geändert. Ich kann die Pumberger bis Ende des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen – super!

Das Los eines Familienforschers ist ja, dass mit jeder neuen Information, mit jeder Antwort, mindestens 5 neue Fragen aufgeworfen werden. So auch in diesem Fall. Ich möchte drei Dinge besonders hervorheben, die mich beschäftigen.

Josepha Berger (die auch manchmal den Familiennamen Gruber trägt), die Mutter meiner Ururgroßvaters Anton Pumberger, ist angeblich am 22.01.1837 im Alter von nur 32 Jahren gestorben (welch ein tragisches Schicksal). Jetzt kommt’s aber: 3 Jahre später (!!!), genauer gesagt am 21.11.1840 soll sie meinen Ururgroßvater geboren haben. Das kann nach meinen bisherigen Erkenntnissen des menschlichen Körpers nicht ganz funktionieren. Nachdem ich das Geburtsjahr 1840 schon mehrmals auf Dokumenten gelesen habe, gehe ich davon aus, dass entweder das Sterbedatum von Josepha nicht stimmt oder sie nicht die Mutter ist.

Anna Maria Haas war bei der Geburt meines Urururgroßvaters Kaspar Lenz (geboren am 02.01.1821) sage und schreibe 48 Jahre alt – ist zumindest ungewöhnlich. Sie war ursprünglich mit Simon Aiglstorfer verheiratet, hat mit dem auch mindestens ein Kind gehabt. Also rechnerisch ist das schon alles möglich, aber es muss nochmals genau überprüft werden, ob kein Fehler passiert ist.
Der Gedanke, dass es so ein spätes Glück war, das meine Familien mitentstehen hat lassen, ist schon irgendwie komisch.

Zu guter Letzt habe ich den Verdacht, dass ich bei der Pumberger-Familie mein erster Ahnenschwund zu finden ist. Ahnenschwund? Was ist denn das bitte, fragt Ihr Euch vielleicht jetzt. Damit bezeichnet man, wenn es eine Heirat innerhalb einer Familie gab, wenn also z.B. 2 Cousins 2. Grades miteinander heiraten (was ja auch gesetzlich erlaubt ist), dann hat man unweigerlich eine Ahnenlinie doppelt. Allein aus der Logik muss ein solcher Ahnenschwund sehr oft stattgefunden haben, denn sonst hätte man etwa in der 15. Generation allein schon 32768 Vorfahren – sehr unwahrscheinlich angesichts der damaligen Bevölkerungszahlen.
Bei der Pumberger-Familie kann ich das noch nicht nachweisen, aber es gibt in der 7. Generation eine Theresia Lenz, die am 10.02.1795 heiratete sowie einen Josef Lenz, der am 23.01. 1780 geboren wurde. Beide stammen aus der Pfarre Niederkappel, eventuell sogar aus dem gleichen Ort Au. Sie könnten also durchaus Geschwister sein. Ich hoffe, dass es noch genug Aufzeichnungen im Pfarramt darüber gibt und ich ein eventuelles Verwandtschaftsverhältnis einmal nachweisen kann. Spannend ist es aber jetzt schon!

  • Der Zugang zur Datenbank erfordert ein Passwort, das auf Nachfrage gerne verschickt wird.
Sep 12 08

Stammbaum online!

by Jakob

Ahnenforschung ohne Stammbaum ist wie Pommes ohne Ketchup. Gemäß dieser geradezu philosophischen Feststellung arbeite ich seit Wochen an einem eigenen Stammbaum für diese Seite.

Bereits vor mehr als 10 Jahren bekam ich von meiner Mutter eine CD-Rom mit einem Stammbaumprogramm geschenkt. Ich suchte damals einige Daten zusammen und habe diese Datei heute noch (Dank meiner wahnhaften Sicherungswut). Bei pumberger.org gab es deshalb mal einen Stammbaum online, der aber alles andere als funktionell und übersichtlich war. Es musste also für dieses Seite ein neues online-Programm her. Warum gerade online? Na klar, ich will, dass auch andere von meiner Detektivarbeit profitieren können – wenn es ganz toll läuft, finde ich so auch MitstreiterInnen.
Nach längerem Suchen habe ich mich für das Programm TNG (The Next Generation) entschieden. Es vereint meiner Meinung nach am besten Übersichtlichkeit mit vielen zusätzlichen Features und Verlinkungsmöglichkeiten.
In den letzten Wochen habe ich das Programm hochgeladen und versucht meine 10 Jahre alte Datei auf den neuesten Stand zu bringen – eine Aufgabe für mindestens 12 Leben. Angereichert mit einigen Fotos und Karten bekommt man aber eigentlich einen ganz guten Überblick über meine Familie.

Mein Glück bei der Recherchearbeit war, dass insgesamt vier Ahnenpässe von Großeltern und Urgroßeltern noch vorhanden sind, sowie der Umstand, dass ein Cousin meines Großvaters selbst schon mal ein bißchen geforscht hat. Lücken, Unstimmigkeiten, fehlende Angaben finden sich noch genug, aber ich stehe ja auch erst am Anfang des Projektes.

Hier geht es zum Stammbaum