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Ausstellungsbesuch in Ulm

by Jakob on September 14th, 2009

Mein Onkel Klaus hatte mich bereits vor einigen Monaten auf eine Ausstellung über das Zusammenleben von Serben und Deutschen in der Vojvodina aufmerksam gemacht. Ein kurzer Abstecher nach Novi Sad ging sich leider nicht aus, weshalb ich bis jetzt warten musste, um die Ausstellung sehen zu können. Denn seit letztem Wochenende kann die deutsch-serbische Gemeinschaftsproduktion im Donauschwäbischen Zentralmuseum in Ulm unter dem Titel ”Daheim an der Donau – Zusammenleben von Deutschen und Serben in der Vojvodina“  besucht werden. Die Heimreise von einer Hochzeitsfeier gestern Nachmittag war die Gelegenheit für unseren Besuch.

Warum mich dieses  Thema so interessiert? Vor 150 Jahren ist ein Teil meiner Verwandtschaft aus der Vojvodina nach Wien ausgewandert – weshalb ist bislang unklar. Deshalb bin ich natürlich an der Gegend und vor allem an deren Geschichte besonders interessiert.

Meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Neben einem geschichtlichen Abriss und Einwandererströmungen steht vor allem das tagtägliche Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen im Mittelpunkt. Vom Siedlungsbau über Landwirtschaft und Handwerk bis hin zum kulturellen Leben. Gespickt mit vielen Erinnerungsstücke vermittelt die Ausstellung einen sehr guten Einblick über das Leben in der Region (vor allem vor 1945).  Wie schwierig das Erstellen der Schautafeln gewesen sein muss, wird besonders im Abschnitt “Flucht und Vertreibung” deutlich. Hier prallen unterschiedliche Interpretationen, Schwerpunkte und Ansichten aneinander. Trotzdem haben die Ausstellungsmacher auch diesen Abschnitt gut gelöst.

Die kleine, aber sehr informative Ausstellung kann übrigens noch bis 10. Januar 2010 in Ulm angesehen werden – einen Besuch lohnt sich.

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