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Unterlagen zum Pumberger-Zweig gefunden

by Jakob on September 12th, 2008

Diese Neuigkeit ist so sensationell, dass ich sie nicht einfach im vorangegangen Artikel untergehen lassen wollte. Ich hab Anfang dieser Woche mir mal meine Erinnerungskisten vorgenommen. Zwei große und hohe Kisten waren bis oben hin voll mit Fotos, Briefen, Karten, Zeitungsartikeln und allerlei Krimskrams. Nun habe ich etwas gemacht, was so gar nicht zu einem Familienforscher passt – ich habe etwas weggeschmissen (und zwar richtig viel). Es ist einfach unglaublich, was für Schwachsinn man sich so in den Jahren aufhebt. 50 Prozent sind nun glücklich in der Mülltonne

Unter den anderen 50 Prozent habe ich aber einige tolle Entdeckungen gemacht. Die wichtigste: Vor einigen Jahren habe ich mal beim Cousin meines Großvaters einige Dinge eingescannt (Fotos, Dokumente,..) Leider sind einige verloren gegangen, da sich eine CD-Rom nicht mehr öffnen lässt – einmal ist meine Speicherwut gescheitert. Ich hatte aber sichtlich irgendwann einige der wichtigsten Unterlagen ausgedruckt, in eine Hülle gesteckt und in eben eine dieser Kisten gepackt, denn siehe da: Ich habe 30 Tauf-, Todes- und Heiratsabschriften gefunden.
Experten unter den Lesern werden sich jetzt vielleicht enttäuscht zurücklehnen und denken: Was nur Abschriften? Tatsächlich sollte man in der Familienforschung immer nur Originale für seine Arbeit heranziehen. Leider arbeiten nur sehr wenige Pfarrämter und Standesämter immer ganz genau und so läuft man Gefahr einen richtigen kapitalen Fehler in seine Ahnenforschungsunterlagen (tolles Wort) einzubauen. Aber fürs Erste ist das schon mal bestens geeignet, denn so habe ich wieder 30 neue Ansatzpunkte.

Bisher hatte ich praktisch keine Unterlagen über meine Familie väterlicherseits. Ich wusste zwar ziemlich genau, wo die Pumberger herkommen, dass es noch Verwandte dort gibt, aber konkreten Daten waren nicht vorhanden. Das hat sich seit meinem Ausmisten grundlegend geändert. Ich kann die Pumberger bis Ende des 18. Jahrhunderts zurückverfolgen – super!

Das Los eines Familienforschers ist ja, dass mit jeder neuen Information, mit jeder Antwort, mindestens 5 neue Fragen aufgeworfen werden. So auch in diesem Fall. Ich möchte drei Dinge besonders hervorheben, die mich beschäftigen.

Josepha Berger (die auch manchmal den Familiennamen Gruber trägt), die Mutter meiner Ururgroßvaters Anton Pumberger, ist angeblich am 22.01.1837 im Alter von nur 32 Jahren gestorben (welch ein tragisches Schicksal). Jetzt kommt’s aber: 3 Jahre später (!!!), genauer gesagt am 21.11.1840 soll sie meinen Ururgroßvater geboren haben. Das kann nach meinen bisherigen Erkenntnissen des menschlichen Körpers nicht ganz funktionieren. Nachdem ich das Geburtsjahr 1840 schon mehrmals auf Dokumenten gelesen habe, gehe ich davon aus, dass entweder das Sterbedatum von Josepha nicht stimmt oder sie nicht die Mutter ist.

Anna Maria Haas war bei der Geburt meines Urururgroßvaters Kaspar Lenz (geboren am 02.01.1821) sage und schreibe 48 Jahre alt – ist zumindest ungewöhnlich. Sie war ursprünglich mit Simon Aiglstorfer verheiratet, hat mit dem auch mindestens ein Kind gehabt. Also rechnerisch ist das schon alles möglich, aber es muss nochmals genau überprüft werden, ob kein Fehler passiert ist.
Der Gedanke, dass es so ein spätes Glück war, das meine Familien mitentstehen hat lassen, ist schon irgendwie komisch.

Zu guter Letzt habe ich den Verdacht, dass ich bei der Pumberger-Familie mein erster Ahnenschwund zu finden ist. Ahnenschwund? Was ist denn das bitte, fragt Ihr Euch vielleicht jetzt. Damit bezeichnet man, wenn es eine Heirat innerhalb einer Familie gab, wenn also z.B. 2 Cousins 2. Grades miteinander heiraten (was ja auch gesetzlich erlaubt ist), dann hat man unweigerlich eine Ahnenlinie doppelt. Allein aus der Logik muss ein solcher Ahnenschwund sehr oft stattgefunden haben, denn sonst hätte man etwa in der 15. Generation allein schon 32768 Vorfahren – sehr unwahrscheinlich angesichts der damaligen Bevölkerungszahlen.
Bei der Pumberger-Familie kann ich das noch nicht nachweisen, aber es gibt in der 7. Generation eine Theresia Lenz, die am 10.02.1795 heiratete sowie einen Josef Lenz, der am 23.01. 1780 geboren wurde. Beide stammen aus der Pfarre Niederkappel, eventuell sogar aus dem gleichen Ort Au. Sie könnten also durchaus Geschwister sein. Ich hoffe, dass es noch genug Aufzeichnungen im Pfarramt darüber gibt und ich ein eventuelles Verwandtschaftsverhältnis einmal nachweisen kann. Spannend ist es aber jetzt schon!

  • Der Zugang zur Datenbank erfordert ein Passwort, das auf Nachfrage gerne verschickt wird.
One Comment
  1. Gerhard Pumberger permalink

    Hi Jakob,

    zufällig bin ich hier auf diese Seite gestoßen und war echt begeistert. Ich weiß, dass es schon eine Weile her ist seitdem du hier gepostet hast, aber ich versuchs trotzdem einmal.
    Ich hab keine Ahnung ob wir (unsere Familien) was miteinander zu tun haben oder nicht. Mein Vater kennt sich da auch besser aus als ich. Auf jeden Fall hat er vor ein paar Jahren auch mehrere Nachforschungen angestellt über die Herkunft der Familie Pumberger (Salzkammergut).
    Wenn du Lust hast, werde ich euch beide vernetzen. Vielleicht kommt ihr ja auf ein paar neue Informationen.

    lg,

    Gerhard

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