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Grab von Josef Haspinger in Stalingrad gefunden

by Jakob on Juli 29th, 2008

Zur Vorgeschichte:

Josef Haspinger, der Halbbruder meiner Großmutter väterlicherseits, wurde am 02.09.1922 in Taisten/Südtirol geboren und starb in der Schlacht um Stalingrad im Zweiten Weltkrieg.

Soldatenfoto von Josef Haspinger - Ortskirche Wesenufer/OÖ

Vor mehr als einem halben Jahr entdeckte ich seinen Namen auf der Homepage des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V., wobei seine letzte Ruhestätte unbekannt war. Ich nahm den Kontakt zum Volksbund auf, da einige Dinge ungeklärt waren. Auf der einen Seite war der Geburtsort “Toisten” eindeutig falsch geschrieben, auf der anderen Seite stimmte das Sterbedatum nicht mit den Familienerzählungen überein. Die Mitarbeiter des Volksbunds waren wirklich sehr zuvorkommend und hilfsbereit. Sie stellte einen Antrag auf Überprüfung der Daten beim Wehrmachtsarchiv – Deutsche Dienststelle. Doch auch hier wurde das Sterbedatum 03.01.1943 bestätigt. Meine Großmutter erzählte mir es sei der 03.10.1942 gewesen. Also eine Unstimmigkeit, die auch heute noch nicht geklärt werden konnte.

Aktuelle Entwicklung:
Kurz vor meinen Urlaub bekam ich Anfang Juli ein Schreiben vom Volksbund. Darin stand, dass man das Grab von Josef Hapsinger gefunden habe. Erst kürzlich hat der Volksbund in Karpowka Prudboj einen Soldatenfriedhof exhumiert, der nur noch auf Einbettungsplänen von 1943 verzeichnet war. Dabei wurden 888 deutsche Soldaten gefunden, einer von ihnen ist Josef Haspinger, der aufgrund seiner Erkennungsmarke eindeutig identifiziert werden konnte. Der Leichnam wurde nun auf den zentralen Soldatenfriedhof in Rossoschka in der Nähe von Stalingrad umgebetet (Block 29, Reihe 6, Grab 208).

Karte vom Kessel von Stalingrad aus dem Jahr 1942/43

Diese Karte zeigt den Kessel von Stalingrad aus dem Jahr 1942/43.
Der Ort des Grabes ist mit einem rosa Marker gekennzeichnet -
der rote Pfeil zeigt den Ort, wo sich das Grab heute befindet.

65 Jahre nach seinem Tod ist nun das Schicksal von Josef Haspinger weitgehend geklärt.

Ob der genaue Todestag jemals bestätigt werden kann bleibt ungewiss, auch die genaue Situation der Einheit von Josef gilt es noch zu recherchieren: Deshalb habe ich an die Deutsche Dienststelle (WSt) eine Anfrage um Dokumentation des militärischen Werdegangs gestellt.
Ein wirklich großer Erfolg ist mir aber auf jeden Fall schon sicher!

Material:
Brief des Volksbunds vom 24.06.2008
Stammbaumblatt von Josef Haspinger

From → Familie Eppacher

3 Comments
  1. M. Haspinger permalink

    Vielen Dank für die Informationen, die du hier zusammengetragen hast, ist wirklich sehr interessant über meine Familie väterlicherseits etwas zu erfahren! Josef Haspinger ist mein Großonkel bzw. der Bruder meiner Großmutter, also haben wir praktisch die gleiche Urgroßmutter (Maria Hellweger) wenn ich mich nicht täusche.

    Nochmals danke für die Nachforschungen die du hier angestellt hast!

    lg,
    M. Haspinger

  2. Klara Haspinger permalink

    Hallo ! Ich bin zur Zeit dabei die Geschichte meiner Ahnen etwas zu durchforschen . Ich weiß nicht in wie weit Josef Haspinger zu meiner Familie paßt.

Trackbacks & Pingbacks

  1. Antwort Deutsche Dienststelle – Josef Haspinger « Spurensuche – powered by pumberger.org

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